Hier der Ankündigungstext für den Vortrag Gesellschaftliche Konstruktion des biologischen Geschlechts
von Dr. Heinz-Jürgen Voss :

„Making Sex“ – auch biologisches Geschlecht ist gesellschaftlich gemacht

Biologisches Geschlecht erscheint vielen als „sicher“, als „natürlich“
im Sinne von vorgegeben und unabänderlich. Das ist es nicht. Auch bei
den derzeitigen biologischen Konzepten über Geschlecht – genauso wie bei den historischen – handelt es sich um Theorien. Sie sind Resultat einer gesellschaftlichen Ordnung, die zwei Geschlechter unterscheidet – und die in der Bundesrepublik Deutschland noch immer nicht vor
menschenrechtsverletzender Gewalt zurückschreckt, wenn es darum geht, eindeutig „weiblich“ oder „männlich“ herzustellen. Heinz-Jürgen Voß
arbeitet heraus: Mit den aktuellen biologischen und medizinischen
Theorien über Geschlecht sind besser viele Geschlechter erklärbar, als
nur zwei oder drei.

Biographische Notizen:
Heinz-Jürgen Voß studierte Biologie und promovierte zu biologischen
Geschlechtertheorien; weitere Forschungsschwerpunkte sind feministische Wissenschaftskritik, Queer theory und Queer politics. Voß ist
antifaschistisch, antirassistisch und queer-feministisch politisch
aktiv. Veröffentlichungen zum Thema: „Making Sex Revisited:
Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive“
und „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“.