Ankündigungs für den Vortrag „Nichts gelernt und nichts vergeszen“ Geschichte und Zukunft des Antizionismus in Deutschland. (Von Joachim Bruhn)

Hier der Ankündigungstext von Joachim Bruhn der Initiative Sozialistisches Forum für den Vortrag: „Nichts gelernt und nichts vergeszen“
Geschichte und Zukunft des Antizionismus in Deutschland:

„Nichts gelernt und nichts vergessen“
Geschichte und Zukunft des Antizionismus in Deutschland

Irgendwann zwischen der Wannsee-Konferenz und der Gründung Israels verliert der Hass auf die Juden jedwede Geschichte. Danach gab es keine Antisemiten mehr: weil alle es sind. Der Antisemitismus wird zum logischen wie zum historischen Apriori, zur Ontologie des gesellschaftlichen Seins der Deutschen. Was immer sich seitdem auch ereignet hat – es spiegelt den prinzipiellen Stillstand der Geschichte, den Bann, die Angstlust der erpreszten Versöhnung. So findet auch der Hass auf die Juden, egal, ob antisemitisch oder antizionistisch ausgebrüllt, keine neuen Worte mehr, sondern gehorcht einem manischen Wiederholungszwang, deszen Vokabular in den Werken Adolf Hitlers gesammelt vorliegt. Es ist sein „Politisches Testament“ vom 29. April 1945, das seitdem abgearbeitet wird, sein letzter Wille, dem „internationalen Judentum und seinen Helfern“ den totalen Krieg zu erklären und dafür immer wieder aufs Neue im deutschen Staat die so klassenübergreifende wie die Klassen in sich aufhebende Volksgemeinschaft zu verschweiszen, d.h. das Mordkollektiv, das in Erlogener präventiver Notwehrdagegen sich erheben solle, dasz „die Völker Europas wieder nur als Aktienpakete dieser internationalen Geld- und Finanzverschwörer angesehen werden“. 1989, als die Wiedervereinigung Der Antisemiten (BRD), die genötigt worden waren, mit Israel sich zu arrangieren, mit den Antizionisten (DDR), denen es nur erlaubt war, die Juden in Form der ›Zionisten‹ zu hassen, unvermeidlich wurde, waren alle formellen Bedingungen der deutschen Souveränität wiederhergestellt, die es möglich machen, Hitlers Testament doch noch zu vollstrecken, d.h. die Shoah durch ihre Vollendung, Überbietung und restlose Vollstreckung an Israel ungeschehen zu machen: Der Rechtsnachfolger rüstet sich auf,der Gesellschaftsnachfolger zu sein. Denn erst der Tag, an dem es die Juden, außer in Geschichtsbüchern, niemals gegeben haben wird, wird der Tag der vollendeten „Deutschen Revolution“(Goebbels) gewesen sein. So trifft das paradoxe Resümee jetzt erst zu, das Eric Voegelin 1964 aus dem Verhältnis der Deutschen zu Hitler zog: „Nichts gelernt und nichts vergessen.“
Es ist diese irrsinnig redundante, penetrante Permanenz des Nullpunkts materialistischer Aufklärung, in dem der Wiederholungszwang sich breitmacht.

Es spricht Joachim Bruhn (Freiburg), Co-Autor u.a.
von „Furchtbare Antisemiten, ehrbare Antizionisten.“ „Über Israel und
die linksdeutsche Ideologie“ sowie „Das Konzept Materialismus“ der

Initiative Sozialistisches Forum (ça ira-Verlag. www.ca-ira-net).


1 Antwort auf „Ankündigungs für den Vortrag „Nichts gelernt und nichts vergeszen“ Geschichte und Zukunft des Antizionismus in Deutschland. (Von Joachim Bruhn)“


  1. 1 Exit normality – enter communism (SJZ) | Pingback am 13. Oktober 2012 um 9:47 Uhr
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